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Die Zeit der Zecken geht wieder los

zeckenIn Deutschland sind im letzten Jahr viel weniger Menschen an Hirnhautentzündung FSME als 2013 erkrankt.

Ein Zeckenbiss reicht aus, um diese gefährliche Infektionskrankheit zu übertragen, die Viren werden mit ihrem Speichel übertragen. Leider ist dies kein Grund eine Entwarnung auszusprechen, ganz im Gegenteil, im Süden von Deutschland ist die Aktivität sehr hoch. Die Zecken-Zeit beginnt jetzt warnen Experten.

Mit Beginn des Frühlings, den steigenden Temperaturen, die höhere Aktivität der Sonne, werden Mensch und Tier vermehrt ins Freie gelockt. Die steigenden Temperaturen lassen auch die Zecken aktiv werden, gerade Menschen die sich in Risikogebieten (in Süddeutschland) viel in der Natur aufhalten, könnten ungewollt in Kontakt mit den kleinen Spinnentieren kommen und sollten sich sicherheitshalber gegen FSME impfen lassen.

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland 265 Menschen an Hirnhautentzündung, die durch Zeckenbisse übertragen wurden erkrankt. Zum Vergleich zu 2013 hat sich die Zahl für Frühsommer-Meningoenzephalitis aber verringert. Die Fälle der Erkrankten waren damals 420 Personen hierzulande.

Die Aktivität der Zecken beginnt ab +sechs Grad

Zahlen sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich, das Wetter ist dafür verantwortlich, wie viele Menschen sich draußen in der Natur aufhalten. Klettern die Temperaturen tagsüber auf sechs Grad und darüber werden die Zecken aktiv. Über das diesjährige Ausmaß kann noch nichts gesagt werden, weil dies stark vom Wetter abhängig ist. Dauernde Trockenheit vermindert die Anzahl der Blutsauger. Eine große Rolle spielt die Anzahl der Hauptwirte die für den Zecken-Nachwuchs dieser kleinen Blutsauger.

Auch die Anzahl der Hauptwirtstiere spielt für den Zecken-Nachwuchs eine große Rolle, sind nicht genügend Mäuse vorhanden, haben die Zecken keine Hauptwirtstiere. Den Erreger für FSME tragen nicht alle Zecken in sich.

Baden-Württemberg, Bayern, Südhessen und das südöstliche Thüringen. Auch der Vogtlandkreis und Sachsen gelten als Hauptrisiko-Gebiete Deutschlands. Die Regionen Berlin und Brandenburg sind keine Risikogebiete.

Zecken können FSME übertragen

FSME-Fälle aus 2014:
In Bayern (123) und Baden-Württemberg (95)

Hessen hatte 18 und Sachsen 15 die an FSME erkrankt sind.

Andere Bundesländer meldeten maximal drei Fälle, das Meldebundesland dem Wohnort des Betroffenen entspricht, nicht dem Infektionsort.

In 2012 bundesweit 195 FSME-Fälle, 2011 waren es 424 Fälle, im Jahr 2010 waren es 260 registrierte Patienten.

Eine Übertragung FSME-Erreger findet durch den Biss einer Zecke während des Blut-saugens statt, dabei wird das Virus mit dem Speichel in die Bisswunde abgegeben.

Natur liebende Menschen die in Risikogebieten leben und Kontakt mit Zecken haben könnten, denen wird empfohlen sich gegen FSME impfen zulassen.

In den betroffenen Regionen bestehen für Kinder meist gute Impfquoten, Erwachsene hingegen lassen sich seltener impfen, obwohl die Infektion im Erwachsenenalter wesentlich gefährlicher ist.

Dauerhafte Schäden durch FSME Erkrankung mit einem schweren Krankheitsverlauf kann zu gesundheitlichen Schäden, wie Lähmungen durch eine Beeinträchtigung des Rückenmarks führen. Im ungünstigsten Fall, das ist aber selten, führt die Erkrankung sogar zum Tode führen.

Gegen Borreliose kann nicht geimpft werden

Viele glauben das Zecken nur FSME überträgt, das stimmt leider nicht sie hat auch Lyme-Borreliose im Gepäck. Bei Lyme-Borreliose kann man keine vorsorglichen Maßnahmen treffen. Keine Impfung und auch keine speziellen Ausmachung der Risikogebiete können vor dem Erreger schützen. Eine Infektion ist meist durch einen runden roten Kreis um den Zeckenbiss zu erkennen. Eine Borrelien-Infektion ist äußerlich nicht erkennbar, deshalb sollten Eltern ihre Kinder nach dem Spielen in der Natur gründlich nach Zecken absuchen. Es ist auch ratsam Kinder die draußen spielen und gerade in der Nähe von Büschen und hohen Gräsern mit entsprechender Kleidung zu kleiden. Beispielsweise Kniestrümpfe, lange Hosen und festen Schuhwerk, diese Bekleidung kann schon schützen, weil es für die Zecken schwer ist an die belebten Hautpartien zu gelangen. Das gilt auch gleichermaßen für Erwachsene.

Bei einer nicht behandelten Borreliose können Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Fieber auftreten. Spätfolgen können Gelenk-, Herzmuskel- oder Nervenentzündungen sein.

Prognosen und Auskunft über Zeckenaktivität ihrer Orts kann man sich über den Zeckenkalender einholen.

© Simone Warnke März 2015

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